Der Dortmunder Reiterverein e.V.

Der Dortmunder Reiterverein alt und bekannt aus 1906 !
Eine sehr alte und lange Tradition der Dortmunder Reiter!
Im Jahre 1906 wurde der Dortmunder Reiterverein gegründet. 1908 erfolgte beim damaligen „Königlichen Amtsgericht in Dortmund“ die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister. Damals gab es in Dortmund 2 Tattersallunternehmen, je eins im Süden und im Norden unserer Stadt.
Über die Jahre vor dem ersten Weltkrieg liegen leider keine greifbaren Quellen vor.
In den 30er Jahren spielte sich das Vereinsleben vor allem im Bereich der damaligen Sportanlagen um das Eintrachthaus (heute Auffahrt B54) ab. Ausritte in den „Romberger Wald“ zur Reichsmark, sogar bis zur Hohensyburg gehörten zum reiterlichen Programm. Unterlagen aus den Jahren 1933/34 bekunden, dass dem Quadrille-Reiten der Vorzug gegeben wurde. Sehr aktiv war zweifellos der „DO-Klub“, der donnerstags tagte.
Der 2. Weltkrieg unterbrach zwar das aktive Vereinsleben, stellte die Existenz des Dortmunder Reitervereins allerdings nicht in Frage. Die Anlage am Eintrachthaus konnte nach Kriegsende nicht mehr genutzt werden. Als sich der Wiederaufbau der Reitanlage an der Eintrachtstraße als zu schwierig erwies, begannen Verhandlungen mit der Leitung der Westfalenhalle (bzw. mit der Stadt Dortmund), die aufgrund der großen CHI-Turniere im März jeden Jahres über Stallungen und eine kleine Reitbahn verfügte.

Reitlehrer war in jenen Jahren der bekannte Dressurreiter W. Riemann. Nach seinem Tod waren die Herren Witt, Fabisch und Hoffmann Reitlehrer beim Dortmunder Reiterverein. Danach folgten als 2. Reitlehrer Gerd Rietbrok, Hans Ruckwied und Sybille Weber. Vor allem aber hat sich Frau Seulen bis in die 60er Jahre der reitbegeisterten Jugend des Vereins, aber auch mancher Erwachsenen angenommen.
Die ständig wachsende Mitgliederzahl, aber auch das große Interesse der Jugend erforderten konkrete Maßnahmen zur Erstellung vereinseigener Anlagen. Der Neubau am Rabenloh begann 1963. Leider wurde der Neubau durch einen Brand teilweise zerstört. Die dort bereits untergebrachten Pferde konnten alle unversehrt in die provisorischen Stallungen der Westfalenhallen gebracht werden. Die Brandschäden wurden schnell beseitigt. Diese Planungen konnten nur durch den langjährigen Vorsitzenden und späteren Präsidenten Günter Jucho realisiert werden.

Durch seine Fürsprache wird Udo Nesch im Jahre 1958 erster Reitlehrer des Vereins. Unter seiner Leitung wächst die Zahl der Privatpferde ständig. Ihr und ihrer Reiter Einsatz bei heimischen und auswärtigen Turnieren ist dank seiner Führung bis auf den heutigen Tag erfolgreich geblieben. Aber auch die Zahl der treuen Bahnpferde nahm zu: Schulpferde haben wir bis heute! Seinen Platz als erster Reitlehrer hatte der Pferdewirtschaftsmeister Stefan Weyandt eingenommen…

Dieser Chronik fehlen mit Sicherheit einige wesentliche Details. Vielleicht erweckt sie doch die ein oder andere Erinnerung an die 100 jährige Vergangenheit eines dem Pferd und dem Reiten verschriebenen Vereins mit sehr sportlicher Tradition.


Bekannte Pferde des Vereins Tenor & Gitano.

Udo Nesch einer der erfolgreichsten Reiter des Dortmunder Reitervereins.





1993 & 1998
Im Andenken an alle erfolgreichen Reiter des Dortmunder Reiterverein e.V.

Kreisreiterverband Manschaft 1996 und ihre Pferde.
Die Geschichte des Vereins geht weit zurück und lässt auf viele erfolgreiche Kreismeisterschaften blicken.



2001 Kreismeisterschaft

Nachruf. Wir trauern um Udo Nesch ![]()
Im Alter von 95 Jahren ist unser langjähriger Reitlehrer, Ausbilder und Ehrenmitglied Udo Nesch am 25. August 2026 verstorben.
Seit dem 1. Juli 1958 gehörte Udo Nesch zum Dortmunder Reiterverein – mehr als 68 Jahre lang. Er hat unseren Verein geprägt wie nur wenige andere. Egal, wo wir von unserem Verein erzählen: Immer wieder treffen wir Menschen, die ihn kannten, sich an ihn erinnern und nach ihm fragen.
Auch weit über unseren Verein hinaus hat Udo Nesch in der Reiterwelt seine Spuren hinterlassen. Seine große Zeit als Dressurreiter erlebte er in der Ära von Klimke, Boldt und Theodorescu. 1967 gewann er das Deutsche Dressurderby, das damals noch mit Pferdewechsel ausgetragen wurde. Auch im Springsattel war er erfolgreich. Mit Granat gewann er unter anderem ein SB-Springen über zwei Meter. Im Großen Preis der Bundesrepublik in der Dortmunder Westfalenhalle erreichte er mit Smoky den dritten Platz. Damit gehörte Udo Nesch zu den vielseitigsten Reitern seiner Zeit.
Für den Dortmunder Reiterverein war er jedoch weit mehr als ein erfolgreicher Turnierreiter.
Über Jahrzehnte standen Mitglieder, Reiter und Besucher an der Hallenbande, wenn Udo Nesch im Sattel saß oder Unterricht gab. Generationen von Reiterinnen und Reitern haben von seinem Wissen, seinem außergewöhnlichen Pferdeverstand und seiner Erfahrung profitiert. Sogar an unserem neuen Standort im Dortmunder Süden durften wir ihn als Ausbilder noch erleben.
Unvergessen bleibt für uns ein Satz, der so sehr zu ihm gehörte:
Wenn man sich von Udo Nesch mit „Bis morgen“ verabschiedete, antwortete er stets: „So Gott will.“
Nun hat Gott es anders gewollt.
Wir danken Udo Nesch für mehr als sechs Jahrzehnte Treue zu unserem Verein, für sein außergewöhnliches Engagement, seinen Pferdeverstand und sein großes Wissen – und vor allem für all das, was er Generationen von Reiterinnen und Reitern mitgegeben hat.
Er war Reiter, Lehrer, Ausbilder und Vorbild. Seine Persönlichkeit und sein Wirken werden mit dem Dortmunder Reiterverein verbunden bleiben.
Wir werden Udo Nesch ein ehrendes Andenken bewahren.
Mach´s gut, Udo!
(Nachruf verfasst von Stephanie Schefke)

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